JOHANNES DIETHART
Nicht ohne meinen Hund
Eine etwas andere Hundegeschichte

Österreichisches Literaturforum
April 2009
ISBN-10: 390086036X
ISBN-13: 9783900860363
€ 10,00

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Scheidungsgrund, sagt er: „Wenn mir so ein Köter
ins Haus kommt, dann lasse ich mich ... scheiden – oder
vierteilen: Am besten beides zusammen! Taxfrei! Bin ja
kein Weh!”
Hat er das wirklich gesagt? Hat mein mich über alles
liebendes Herrl das wirklich gesagt? So wie es jetzt zwischen
mir und ihm ausschaut – nein! Undenkbar!
Aber es hat wohl jeder, ich behaupte: jeder Mensch,
manches Mal eine dunkle Stunde, in der er seine sieben
Sachen nicht so ganz beieinander hat. Einen Aussetzer
sozusagen. Vielleicht ist das die Zeit, in der einer an die
Leichen im Keller denkt, die sich im Laufe eines langen
Lebens angesammelt haben. Sagt man jedenfalls bei den
Menschen, wenn ich im kleinen Kaffehaus, wo ganz
passend der Herr Toifl auch Wein und Bier ausschenkt,
scheinbar teilnahmslos auf einem Sessel liege und mir die
kleinen und großen Geschichten und Gschichterln einer
kleinen Weinbaugemeinde in der weinbergfröhlichen
Wachau an meinen hellhörigen, langfransigen
Hundeohren vorbeiziehen lasse.
Und ich bin, das sage ich nicht ohne Stolz, auch als
Vierfüßler Teil des Weltkulturerbes Wachau.

Dimmi war ganz aufgeregt:

Dimmi und auch sein Herrl waren baß erstaunt über den Erfolg der Geschichten eines kleinen Hunderls aus der weinbergfröhlichen Wachau in der Menschenwelt: Von „wahrhaft hündlich” bis zu „so etwas kann nur ein aufgeweckter Vierbeiner geschrieben haben” lauteten die Pressestimmen.
Dimmi war ganz stolz und gleich ein paar Zentimeter größer. Und auch im Fernsehen war er am Busen von schönen Frauen ein großer Star, sozusagen selber ein Busenstar. Der Kynologenverband hat jubiliert.
Er ist ein Hund. Dimmi, nicht der Kynologenverband, der tiefe Einblicke in das Leben der Menschen gewonnen hat. Sein Fazit: Das Leben der Menschen kann wunderschön sein, solange sie sich auf ihr wahrhaft Menschliches besinnen. Und es kann furchtbar und mörderisch sein, wenn sie sich dem sprichwörtlichen Bösen an den Hals werfen und das, was vielleicht als göttlicher Funken in ihnen wohnt, pervertieren und geradezu zur Sau machen.
Zu Ihrer Beruhigung: Damit Sie aber wissen, daß Dimmi kein Hunde- Monstrum ist, kann der geneigte Leser (aha!) den kleinen Dimmi in voller Größe bewundern.
Ein kleiner Hund will den Menschen also mit seinen Beobachtungen und Gedanken mit vielen Aha-Erlebnissen helfen, wieder bewußt Menschen zu sein.
Hervorgehoben haben die Kritiker auch die sogenannte „österreichische” Färbung der Geschichten. Also auch eine brüderliche „Nachhilfe” für die Germanen nördlich der Weißwurschtlinie in österreichischer Sprache und Sprachkultur und ein Rüffel für die „Anschlußdeutschen” hierzulande, die man auch treffend „Preußenseuchler” nennt, solange es selbige noch gibt. Die deutsche Sprache nämlich. Und es hat Dimmi gefreut, wie er gesehen hat, daß er den richtigen Ton getroffen hat.
Ein kleines Hunderl will uns also mit seinen Beobachtungen und Gedanken mit vielen Aha-Erlebnissen helfen, uns Zeit zu nehmen für Hirnauslüften und Nachdenken.
Mit einem freudigen Beller kündigt er uns Weiteres (aus seiner Sicht) aus der Menschen- und Hundewelt an.
Auch im Fortsetzungsband sieht der hündliche Schalk die angeblich beste aller Welten mit den wachen Augen eines kleinen „Welterbe”- Hundes aus der weinbergfröhlichen Wachau. Kleiner Hund ganz groß.
Eine Übersetzung des ersten Dimmi-Bandes ins Spanische ist in Arbeit. Auch die Chinesen haben schon ihr Interesse angemeldet.